Vom ruhigen Küstenort zum internationalen Wohn- und Investmentstandort
Als wir 2022 zum erstem Mal in den Norden Zyperns kamen, waren wir absolut auf uns allein gestellt. Um uns herum schwirrten viele Angebote für einen Immobilienerwerb, aber es fehlte an „Schadensprohylaxe“ und an nachhaltiger Beratung. Aus diesen Erkenntnissen entwickelten wir im Laufe der Jahre ein breites Netzwerk und bündelten es in einem »Service-Center« für Expats aus dem DACH-Raum.
Und so ist der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Immobilienannounce bei uns heute folgender: Du kaufst nicht zuerst eine Wohnung, sondern lässt dir erst den Standort zeigen. Erst danach kommt ein Investment als Lösung für diejenigen, die sagen: „Das könnte etwas für mich sein.“
Die aktuelle Marktlage unterstützt diesen Ansatz: die Region rund um den »Long Beach« ist inzwischen längst ein ausgeprägter Entwicklungsstandort mit Potenzial; gleichzeitig wird gerade die hohe Angebotsdichte zu einem wichtigen Auswahlkriterim. Selbst aktuelle Marktanalysen weisen darauf hin, dass innerhalb Iskeles das konkrete Projekt und der Entwickler entscheidender sind als das Schlagwort »Long Beach«.
Wer heute durch Iskele fährt könnte meinen, diese Stadt sei erst in den vergangenen zehn Jahren entstanden. Hochhäuser wuchsen in den Himmel, komfortable Wohnanlagen entstanden, Restaurants und Geschäfte haben eröffnet, internationale Käufer kamen und kommen – und an fast jeder Ecke steht das Logo eines Bauträgers. Doch Iskele ist nicht neu — der Boom ist neu! Und wer verstehen möchte, ob Iskele nur eine Immobilienblase oder die Entstehung eines neuen internationalen Lebensstandortes ist, sollte zunächst wissen, was hier eigentlich vorher war.
Vom alten Trikomo zum neuen Iskele
Das heutige Iskele hieß traditionell Trikomo, war eine kleine Fischerstadt und beherbergte das St.-Mamas-Kloster (heute Museum). Es war jahrhundertelang von Landwirtschaft, Handel und einem eher beschaulichen Dorfleben geprägt. Das heutige Bild von Resortanlagen, Pools und Hochhäusern hatte mit dem Alltag der Menschen wenig zu tun. Auch die Küste von Long Beach war lange etwas völlig anderes als heute.
Keine Skyline. Keine Apartmenttürme. Keine international aufgestellten Immobilienbüros. Viel Platz – und sehr viel Ruhe. Die entscheidende Zäsur kam 1974. Der „Zypernkonflikt“ veränderte die Bevölkerungsstruktur der Region grundlegend. Aus Trikomo wurde zunehmend Yeni İskele – das „Neue İskele“. Doch auch danach blieb die Region über Jahrzehnte vergleichsweise ruhig. Wer Nordzypern besuchte, orientierte sich eher nach Kyrenia oder Famagusta. Iskele lag gewissermaßen unter dem Radar.
Doch dann wurde aus Küste plötzlich Bauland
Die Voraussetzungen für den späteren Boom waren allerdings außergewöhnlich. Der feinsandige Long Beach bot genau das, was viele etablierte Mittelmeerregionen in dieser Kombination längst nicht mehr anbieten konnten: eine lange Küste, große Flächen, unberührte Natur und vergleichsweise viel Entwicklungspotenzial.
Hinzu kamen die Nähe zur Hafenstadt Famagusta, die Erreichbarkeit über den Flughafen Ercan und die Möglichkeit, moderne Wohnanlagen nicht nur zwischen bestehenden Gebäuden einzupassen, sondern ganze neue Quartiere zu entwickeln.

Die ersten Pioniere
Damit änderte sich auch das Geschäftsmodell. Aus dem Ferienhaus wurde das Investment. Aus dem Zweitwohnsitz wurde die Kapitalanlage. Und aus einem lokalen Immobilienmarkt wurde zunehmend ein international agierender Immobilien-Markt mit außergewöhnlichen Renditen.
Interessant ist: Auch die großen Namen, die man heute überall sieht, sind nicht gleichzeitig gekommen.
Noyanlar beispielsweise gehört zu den ältesten großen Akteuren. Das Unternehmen verweist auf eine Geschichte von rund 50 Jahren und war bereits lange vor dem aktuellen Hochhausboom in Iskele und am Long Beach aktiv. Auch Döveç, mit Noyanlar um drei Ecken rum sogar verwandtschaftlich verbunden, ist seit etwa 35 Jahren am Markt.
Das ist ein wichtiger Unterschied: Iskele wurde nicht von einem einzigen Bauträger entdeckt. Es entwickelte sich Schritt für Schritt.
Und dann beschleunigte sich alles…
Spätestens in den 2010er Jahren begann sich das Bild grundlegend zu verändern. Internationale Käufer entdeckten zunehmend Nordzypern. Zunächst vor allem als Zweitwohnsitz. Dann als Alterswohnsitz. Und zunehmend als Investmentstandort. Die Bauträger erkannten die Nachfrage – und begannen, immer größere Projekte zu entwickeln.
Aus einzelnen Wohnanlagen wurden kleine, feine Resortanlagen. Aus Resortanlagen wurden ganze Quartiere und aus Quartieren entstand schließlich eine neue Stadtlandschaft, die beeindruckend ist und durch ihre ganz besondere Illumination bereits von weitem zu erkennen ist.
Dieses großartige, befreiende Gefühl, hier vollkommen sorgenfrei leben zu können
(gerade in Hinblick auf den direkten Vergleich mit Deutschland!) in die richtigen Worte zu packen, erscheint nahezu unmöglich. Nicht zuletzt deshalb, weil dieses Gefühl, einmal in das enge Korsett eines Wortes gedrängt, sicher nicht einmal ansatzweise das wiedergeben kann, was man hier bei einem Glas Wein empfindet, wenn die Sonne im Meer versinkt. Nein, es gibt für einige Gefühle einfach nicht die richtigen Worte und auch wenn es einigermaßen plausibel klingt – man muss es wirklich selbst erleben.


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